Blieskastel

Blieskastel ist mit seinen 20.656 Einwohnern die „Hauptstadt“ des Bliesgaus. Die Stadt hat trotz einiger Zerstörungen den Charme der einstigen Residenz der Familie von der Leyen erhalten und ist ein echtes Kleinod. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und eine schöne Altstadt lohnen einen Besuch.

Urkundlich tritt der Ort 1098 in Erscheinung. Die Grafen von Blieskastel bauten zu dieser Zeit ihre Burg, unter deren Schutz sich allmählich Bürger ansiedelten. Mit Heinrich von Castel stirbt 1237 der letzte männliche Nachfahre der Grafen von Blieskastel. Seine älteste Tochter, Elisabeth, übernimmt die Macht in der Bliesgrafschaft. Sie stirbt kinderlos 1273. Ihr Grab befindet sich heute in der Gräfinthal. Danach wechseln die Besitzer mehrfach und Blieskastel wird wiederholt zerstört. Nach dem Dreißigjährigen Krieg übernehmen die von der Leyen das Zepter und Blieskastel erlebt seine Blütezeit spätestens in der Regentschaft von Marianne von der Leyen im 18. Jahrhundert. Zahlreiche Baudenkmäler zeugen noch von dieser Zeit. Nach der französischen Revolution untersteht Blieskastel zunächst Frankreich, dann ab 1816 Bayern.

Im zweiten Weltkrieg wird auch Blieskastel zweimal evakuiert. 1942 werden Glocken der protestantischen Kirche und der Schlosskirche eingeschmolzen. Einige Bomben zerstören Teil der Altstadt, so etwa das Amtsgericht. Der Beschädigungsgrad liegt bei 28%.

Sehenswertes

  • Altstadt
  • Paradeplatz
  • Gollenstein
  • Orangerie (1669-1670)
  • Barockes Rathaus (1775)
  • Barocke Hofratshäuser in der Schlossbergstraße
  • Schlosskirche (1778)
  • Krypta unter der Kirche mit der Ruhestätte von Marianne von der Leyen#
  • Evangelische Kirche von 1911 in neubarockem Stil
  • Herkulesbrunnen (1691).
  • Schlangenbrunnen (zu Ehren Napoleon Bonaparte errichtet)
  • Maximilianssäule von 1823
  • Wallfahrtskapelle (1685) mit der „Madonna mit Pfeilen“ aus dem 13. Jahrhundert

Aktivitäten

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