Gräfinthal

Neben Blieskastel ist der Marienwallfahrtsort Gräfinthal, der nur aus ein paar Häusern rund um die verfallene Klosterkirche besteht, sicherlich der meistbesuchte Platz im Bliesgau. Zu verdanken hat er es seiner idyllischen Lage und trotz Zerstörung der Klosteranlage romantischen Eindrucks. Viele Besucher kommen jedes Jahr auch wegen der Vorstellungen der Naturbühne Gräfinthal.

Das Kloster Gräfinthal (Wilhemitenorden) wurde 1245 von Gräfin Elisabeth von Blieskastel gestiftet. Der Legende nach wurde die Gräfin durch das Gnadenbild eines Einsiedlers, der „Muttergottes mit den Pfeilen“ von einem Augenleiden geheilt (das Gnadenbild befindet sich heute in der Kreuzkapelle Blieskastel). Aus Dankbarkeit gründete Sie anschließend das Kloster. Im Verlauf seiner Geschichte wurde das Kloster mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts waren die Klostergebäude beinahe verfallen, Papst Pius VI. löste es dann auf Wunsch von Marianne von der Leyen auf. Die Mönche siedelten nach Blieskastel über. Das Mobiliar wurde verkauft. Im Jahr 1803 erwarb der Saargemünder Bürgermeister Johann Baptist Matthieu die Klosteranlage und leitete erste Renovierungsmaßnahmen ein.

Sehenswertes

  • Taubenhaus (1711)
  • Seitenportal der ehemaligen Klosterkirche (1716)
  • Zerstörtes Kirchenschiff mit dem Chor der alten Klosterkirche (heute Kapelle)
  • Grabmal von Gräfin Elisabeth
  • Altes Wegkreuz
  • Naturbühne Gräfinthal

Aktivitäten

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