Medelsheim

Medelsheim, von dem aus man einen herrlich weiten Blick über den Südbliesgau hat, liegt nahe der französischen Grenze. Das Dorf mit auch heute noch lebendigem Brauchtum bildet mit Peppenkum, Utweiler, Riesweiler und Seyweiler die sogenannte Parr. Damit ist einfach das Gebiet der Pfarrei Medelsheim gemeint. Wie in vielen Ortschaften des Bliesgau sind auch in Medelsheim menschliche Spuren aus vorchristlicher Vergangenheit gefunden worden. Etwa von der Bronzezeit bis zur untergehenden gallo-römischen Epoche. Erstmals erwähnt wird das ursprünglich fränkische Dorf 888 als „Medilinesheim“. Medelsheim liegt an der alten Salzstraße von Dieuze („Duser Straße“). Eine Burg wurde hier einst zum Schutz des Fernhandelsweges errichtet.

Im 14. Jahrhundert gehört Medelsheim den Grafen von Zweibrücken. 1504 wird der Ort österreichisch. 1525 beteiligen sich die Medelsheimer geschlossen am Bauernkrieg. In Folge des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wird das Dorf verwüstet und entvölkert. 1656 kommt das „Gut“ Medelsheim in den Besitz der von der Leyen. 1677 wird Medelsheim von französischen Truppen niedergebrannt. Nach der franzsöischen Revolution wird der Ort zunächst französisch, dann ab 1816 bayrisch.

1939 und im Winter 1944/45 wird das Dorf zweimal evakuiert. Der Krieg zerstört 84 Prozent der Ortschaft.

Der Ort liegt hat heute 480 Einwohner und gehört zur Gemeinde Gersheim.

Sehenswertes

  • Kirche „St. Martin“ mit Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert
  • Kreuzigungsgruppe vor der Kirche (1830)
  • Am Pfarrhauses steht das älteste Wegkreuz der „Parr“ (1611)
  • In der Friedhofskapelle ein Barockaltar von 1689 und eine Pietà von 1594
  • Kreuzwegstation zur Kapelle

Interessant

Aktivitäten

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