Mimbach

Mimbach liegt an der Straße von Blieskastel nach Breitfurt an der Mündung des am Kahlenbergerhof entspringenden Schelmenbachs. Mimbach ist in seiner Geschichte eng mit der des benachbarten Webenheims verbunden. Oft tauchen beide Ortsnamen zusammen auf. Während Mimbach aber bereits im Jahr 796 in einer Urkunden des Klosters Hornbach als Myndenbach auftaucht, tritt Webenheim erst später dokumentiert in die Geschichtsbücher ein.

Im Jahr 1547 lassen sich für Mimbach 12 Familien belegen. Zusammen mit Webenheim bildete Mimbach damals die weitaus größte Dorfgemeinde des Oberamtes Zweibrücken. 1609 sind es bereits 87 Einwohner.

Das Kloster Hornbach wurde 1568 aufgehoben. Mimbach kam nach Pfalz-Zweibrücken, in dessen Besitz es bis 1793 blieb. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) dezimierte die Bevölkerung im Ort stark, 1669 lebten wieder zehn Familien hier. Nach der französischen Revolution fiel der Ort zunächst an Frankreich, dann ab 1816 an Bayern.

Der Ort hat heute 944 Einwohner und gehört zur Stadt Blieskastel.

Interessant: Die Nachbarschaft mit Webenheim verlief nicht immer reibungslos. 1753 gab es Streit zwischen den beiden Dörfern. Die Mimbacher fühlten sich von den Webenheimern vernachlässigt und forderten die Abtrennung von Webenheim. Das wiederholt sich in den Jahren 1763 bis 1765. Unter anderem ging es auch darum, dass die Webenheimer offenbar Wein, der beiden Orten zustand, alleine verköstigten. Erst 1843 wurden dann beide Dörfer voneinander getrennt. Die Reibungen, so sagt man, haben dadurch allerdings nicht aufgehört.

Sehenswertes

  • Ortskern
  • Protestantische Kirche (1768/69), Teile des Turms aus dem 14. Jhd.
  • Grabdenkmal von Johann Adluff von Eltz und Blieskastel (gestorben 1574) und seiner Gemahlin Katharina von Brandscheid (gestorben 1592)
  • Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Ehemalige Mühle (1734)

Interessant

Aktivitäten

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