Ommersheim

Ommersheim wurde früher wegen des Patronats von Maria Heimsuchung Frauen-Ommersheim genannt. So konnte man es auch besser von Wiesen-Ormersheim unterscheiden. Gegründet wurde der Ort vermutlich von den Franken im 5. bis 7. Jahrhundert. Als Namensgeber wird ein „Otmar“ (Otmares-heim) vermutet. Die Grabhügel im Bettelwald und Allmend sind aber älter und reichen bis ins 500 Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück.

Im Jahre 1220 gehört der Ort den Grafen von Zweibrücken. Zu dieser Zeit stand sogar einst eine Turmburg („Werexcastel“) auf Ommersheimer Gebiet, von der heute, bis auf wenige Mauerreste kaum noch etwas zu sehen ist. Im 16. Jahrhundert war Ommersheim dann zwischen den Herren von Steinkallenfels bei Buntenbach und den Grafen von Nassau Saarbrücken aufgeteilt. 1575 wurde der Ort gezwungenermaßen protestantisch. Nach dem Dreißigjährigen Krieg lebten nur noch wenige Menschen hier. Die von der Leyens erwerben das Dorf 1655. Noch im selben Jahr gab es wieder einen katholischer Pfarrer in Ommersheim.

In den Revolutionstagen 1789 spielte Ommersheim eine besondere Rolle. Am 17.9. trafen sich Bauernvertreter aus allen leyenschen Gemeinden zu einer „Landschaftsberatung“ bei Bauer Walle ein. In ihren „25 Ommersheimer Punkten“ fassten sie ihre Klagen zusammen und übergaben sie der Herrschaft in Blieskastel.

Nach Ende der leyenschen Regentschaft vier Jahre später war Ommersheim durch heftige Kämpfe bei Biesingen am 16. November 1793 betroffen. Als wäre das nicht genug, sterben im darauffolgenden Jahr 36 Ommersheimer an den Pocken. 1848 wird der Ort 14 Tage durch Preußische Truppen besetzt.

Der Ort hat heute 2276 Einwohner und gehört zur Gemeine Mandelbachtal.

Sehenswertes

  • Alte Ziegelhütte, 1763 von Albert Wannemacher gegründet; Stilllegung 1939.
  • Einige Wohn und Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert
  • Wegkreuz am Dorfbrunnen
  • Hungerkreuz (18. Jhd.)
  • Katholische Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung (1829)
  • Katholisches Pfarrhaus (1769)

Interessant

Aktivitäten

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